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Archiv der Kategorie Sprachliche Kuriositäten
“Zwischen den Jahren …”
16.12.2008 by michael.
Ich kann’s nicht mehr hören! Allenorts ist jetzt wieder von „zwischen den Jahren“ die Rede.
Was soll dieser Schwachsinn?
Ist das Jahr denn mit Weihnachten schon zu Ende? Am 26.12.? Oder vielleicht doch sogar am 1.12.? Eigentlich gibt es „zwischen den Jahren“ ja gar nicht, denn es ist der unerfaßbar kleine Zeitpunkt zwischen dem 31.12. und dem 1.1., aber eben nur genau diese Lücke. Man kann diesen Moment also eigentlich gar nicht bestimmen, geschweige den bemerken.
Geht es nach dem Einzelhandel, fängt das Jahresende ja schon Ende September an, wenn alle Geschäfte die Weihnachtsdekoration ausbuddeln, abstauben und aufstellen und Marzipankartoffeln, Dominosteine und Weihnachtsbackmischungen in die Regale gelegt werden. Dabei bemerken die Händler nicht, daß die meisten Leute die Geschenke sowieso immer erst 5 Tage vor Heiligabend kaufen gehen, und das wäre auch dann noch so, wenn man bereits im Sommer die Weihnachtsdeko aufstellen und die Leute persönlich zum Einkauf im Oktober und November einladen würde.
Im Fernsehen ist „zwischen den Jahren“ ein ganzer Zeitraum, der wohl auch immer weiter nach vorn verlegt wird und spätestens am 1.12. beginnt, um auch bloß jede mögliche Art von Jahresrückblick unterbringen zu können: Menschen des Jahres, Hits des Jahres, Flops des Jahres, Promis des Jahres, Hochzeiten des Jahres, Scheidungen des Jahres, Videos des Jahres, …
Früher gab es den Jahresrückblick im ZDF am 31.12. mit Wiederholung am Neujahrstag. Und in diesem Jahr? Am 21.12. kommt im ZDF das „Album 2008“! Und in den letzten 10 Tagen des Jahres passiert nichts mehr?
Ich erinnere an das Jahr 2004, als sich am 26.12. ein Riesentsunami, eigentlich die größte Katastrophe der letzten Jahrzehnte mit einer Viertelmillion Toten, über den Indischen Ozean ausbreitete, der nun in kaum einem Jahresrückblick auftaucht, so als hätte es dieses Ereignis gar nicht gegeben!
Dieses Jahr kommen nun vor Weihnachten auch schon Horroraussichten für das nächste Jahr dazu. Ausweitung von Rezession, Bankenkrise, Automobilkrise, Wirtschaftsrückgang in China mit starken negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft …
Naja, viele Leute haben wohl diese Woche schon Weihnachtsurlaub und sagen zu den Kollegen „Wir sehen uns dann nächstes Jahr!“, und damit ist für sie dieses Arbeitsjahr abgeschlossen. Allenfalls da könnte man die alberne Redewendung „zwischen den Jahren“ also in irgendeiner Weise verstehen. Ansonsten sollte man sie vielleicht besser vermeiden.
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Astrologie im Fernsehen
4.12.2008 by michael.
Tja, ich schaue gerade Folge 7 von
Fernsehkritik.TV, genauer gesagt einen Beitrag über Astro-TV (25:45). Auf dem Sender läuft eine Sendung mit Andrea Hartmann mit ihrem „hellsichtigen RundumBlick“ (kein schöner Rechtschreibfehler).
Also zunächst finde ich daran ja am witzigsten, daß diese hellgesichtige, äh, hellsichtige Frau nicht schon vorher weiß, daß drei Sekunden vor Ende des Rückzählens (neudeutsch Countdown genannt) eine Anruferin zu ihr durchgestellt werden wird, so nach und nach ein wenig aufgeregt tut und schließlich ganz überrascht ist, und dann fragt sie „Jasmin“ auch noch nach ihrem Alter! Wofür bekommt diese Frau denn ihr Geld? Dafür konnte sie der Anruferin dann aber wenigstens in Sekundenschnelle erklären, wie ihr Leben in den nächsten zwei Jahren aussehen wird.
Naja, wie sagt der Moderator von Fernsehkritik.tv? Öfter mal abschalten. Das tue ich auch immer häufiger.
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Wirklich sehr originell
20.10.2008 by michael.

Ich frage mich jetzt nur, ob das ein Übersetzungsprogramm gemacht hat oder jemand, der glaubt, er beherrsche die „Deutsche Sprachen“.
Vom Dummheitsgrad kann ich mir vorstellen, daß das ein Mensch verzapft hat, denn er scheint zu glauben, daß darauf jemand hereinfällt.
Das Schlimme daran ist, daß es tatsächlich Leute gibt, die so etwas zum Anlaß für eine Bestellung nehmen!
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Döner macht schöner
25.9.2008 by michael.

„Ey, Sohn, Du gehst doch Schule, machsu mal Preistafel? Koste alle Drei Öro Fumpzisch!“
So oder ähnlich könnte man sich eine Anrede denken, wenn denn tatsächlich noch Türken alle Dönerbuden betreiben würden. Man weiß also gar nicht, ob das Fehler türkischer Herkunft sind.
Ich habe nämlich festgestellt, daß auch einige unserer türkischen Mitbürger schon über „diese Ausländer“ schimpfen, die ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen. Immer mehr „türkische“ Restaurants werden nämlich von asiatischen Zuwanderern betrieben. Bei Euch auch?
Es könnte also gut sein, daß der der Erstellung der Preistafel vorangegangene Dialog folgendermaßen ablief: „Tsing Lu, Du machst sofolt Pleisschild!“ - „Und was soll ich schleiben?“ - „Egal, kostet alles Dlei Eulo Fünfzig!“
Und nun Schluß mit platten, politisch unkorrekten Witzen! Schließlich gibt es auch viel zu viele Deutsche, die ihrer Muttersprache nicht mächtig sind und ständig Rechtschreibfehler machen.
Davon abgesehen kaufe ich gerne lecker Essen bei allen möglichen Leuten, egal welcher Abstammung. Hauptsache, es schmeckt!
Dank für die Einsendung des Bildes an Uwe Götz, das Fundstück stammt aus einem U-Bahnhof in Berlin.
Geschrieben in Lustiges, Sprachliche Kuriositäten | 1 Kommentar »
Gewonnen!
23.9.2008 by michael.
Gerade habe ich eine Mail bekommen:
OFFIZIELLE GEWINNBENACHRITIGUNG
Lieber Gewinner,
Wir sind zufrieden, Sie heute am 22Th SPT 2008 der Ergebnisse Euromillones Lotterien primitiv international zu informieren,
hielt am 20th SPT 2008 als ein Teil unserer Goldgrube Bonanza fest des Jahres 2008. Ihr Name beigefьgt an der Karte No 134-03650116-211,
Glьckszahlen 01-04-18-32-40-46+06-07, Seriennummer 01-4276, mit GRUPPE -ZAHL 01-4276/ES/08/DE, KENNZIFFER MOBIG/77/575/211/0508
die Lotterie auf der 3.Kategorie gewann hat.GLЬCKWЬNSCHE!!
Sie sind deshalb fьr eine Ausschьttung der einmaligen Pauschale von Ђ,950,777.00 (NUEN HUNDERT UND FЬNFZIG
TAUSEND, SIEBEN HUNDERT, SIEBEN UND SIEBZIG EURO) im Bargeld kreditiert mit der KENNZIFFER MOBIG/77/575/211/0508 genehmigt worden.
Das ist von einem Gesamtkassenpreis (Ђ10,485.547.00 ( ZEHN MILLIONEN VIERNHUNDERT UND FЬNF UND ARCHTZIG TAUSEND, FЬNF HUNDERT SIEBEN UND VIERZIG EURO)
Geteilt unter den elf internationale Sieger in dieser Kategorie.
—-schnibbel—-
Den Rest erspare ich Euch mal.
Ich bin also für eine Ausschüttung genehmigt worden, soso.
Leute, Euer Deutsch ist so wie ein Teil Eures „Namens“: primitiv!
Es geht natürlich darum, daß man Gewinner einer unglaublichen Summe ist, aber man soll erst mal Geld einzahlen, um an den Gewinn zu kommen. Primitiver Trick, es soll aber Leute geben, die darauf hereinfallen, trotz schlechtestem Deutsch und sämtlicher Warnungen.
Geschrieben in Spam-"Kunst", Sprachliche Kuriositäten | Keine Kommentare »