Archive for the ‘Sprachliche Kuriositäten’ Category

Weil sie wissen nicht, was sie tun

Sonntag, März 27th, 2016

Was denn? Irgendetwas nicht korrekt?

Warum in aller Welt sprechen dann alle nur noch solches Dummdeutsch und bilden Kausalsätze nur noch mit „weil“? Das allein wäre ja nicht schlimm, wenn – wie es im Nebensatz richtig wäre – der Sprecher wenigstens den Satzbau korrekt umgestellt hätte.

„Weil“ leitet einen Nebensatz ein, und „denn“ einen Hauptsatz. Aber das lernen die Leute anscheinend nicht mehr korrekt. Auch Hauptsätze werden mit „weil“ begonnen, denn die Leute haben das Sprechen verlernt!

Und sich dann über „zu viele Ausländer“ aufregen. 🙁 Leute, Ihr braucht keine Angst vor Überfremdung zu haben, Ihr selbst seid des Deutschen fremd. Viele Ausländer geben sich deutlich mehr Mühe, richtig Deutsch zu sprechen!

Wer den Fehler beim Lesen der Überschrift bemerkt hat, für den sind Hopfen und Malz noch nicht verloren. Man muss es nur noch richtig anwenden, und um richtig zu lernen, wie das geht, empfehle ich bei contentguru nachzulesen …

Oder beim Zwiebelfisch, der das Problem schon 2005 (!) beschrieben hat.

Ich muss mal dem SPIEGEL den Spiegel vorhalten …

Samstag, September 7th, 2013

Im SPIEGEL 33/2013 steht unter „Personalien“:

Spiegel 33/13 Personalien: Volker's Aktiv Apfel

Da macht man sich also um die Kapostrophen-Präferenzen eines Politikers lustig, wobei übersehen wird, dass „Aktiv Apfel“ auch sprachlicher Schwachsinn ist, weil da zumindest ein Bindestrich fehlt. Und selbst dann wäre es noch blödsinnig. Werbe-Deutsch eben …

Aber man lehnt sich beim Spiegel ganz schön weit aus dem Fenster! Und wäre der Papiermüll nicht diese Woche abgeholt worden, hätte ich den SPIEGEL 32/2013 gerne noch mal durchgeblättert, denn darin stand die Übersetzung einer zitierten Rede aus dem Amerikanischen, und es wurde (wieder einmal) aus „I realised“ ein „ich realisierte“, anstatt es korrekt mit „ich bemerkte“ zu übersetzen. Der Zusammenhang war auch noch total übel, und ich bemühe mich, diesen SPIEGEL noch mal zu bekommen, um es belegen zu können.

Ganz schlimm wäre es, wenn jemand schriebe: „Ich realisierte die Morde an tausenden Leuten.“ womit dann ja gemeint wäre, dass er selbst die Morde verwirklicht hätte, denn das ist im Deutschen die Bedeutung von „realisieren“. „Ich bemerkte die Morde an tausenden Leuten.“ wäre dagegen der eigentliche Sinn und die einzig korrekte Übersetzung!

Apropos Sinn: Auch im SPIEGEL wird gelegentlich „Sinn gemacht“. Für mich ergibt das aber gar keinen Sinn. Denn etwas kann nur Sinn haben oder Sinn ergeben. Im Deutschen wird Sinn einfach nicht gemacht!

Des Weiteren wird – auch im SPIEGEL – schon seit mehreren Jahren oft „die Obama-Administration“ (oder davor „die Bush-Administration“) „übersetzt“, was falsch ist, weil es „die Regierung“ und nicht „die Administration“ heißt!

All das hat der SPIEGEL seinen Autoren sehr oft durchgehen lassen. Man sollte SPIEGEL-„Zwiebelfisch“ Bastian Sick vielleicht nicht immer auf Tour gehen, sondern besser den SPIEGEL korrekturlesen lassen, bevor schlechtes Deutsch auf die Leser losgelassen wird, über das man sich selbst nun lustig macht, wenn es von einem „konservativen Politiker“ kommt!

nen bisschen dumm …

Sonntag, Januar 6th, 2013

Moin!

„Frohes und gesundes neues Jahr“ darf man am 6. Januar noch wünschen, oder wie seht Ihr das? Ich denke, auch in Kalenderwoche 2 kann man Kollegen, die in KW 1 noch Urlaub hatten, mit Neujahrswünschen begrüßen.

Lange nichts von mir gelesen … Ich hatte einfach keine Zeit, keine Lust, keine Ahnung, was ich schreiben sollte.

Man hat sich ja über alles schon mal irgendwie aufgeregt. Denglisch und Kapostrophen sind irgendwie langweilig geworden, weil man dabei ja wie Don Quixote gegen Windmühlen ankämpft. Man sieht und liest es einfach überall, und es wird zur Normalität.

Man muss zwar immer mal wieder davor warnen, im englischsprachigen Ausland um ein Handy zu bitten, weil man sonst von der Sitte wegen sexueller Belästigung verhaftet werden könnte. Also, niemals „Can you give me a handy, please?“ fragen! Ansonsten werde ich nur noch in Ausnahmefällen hier etwas kommentieren.

Nicht aus dem Englischen kommt die dumme Angewohnheit, nur noch „nen“ als unbestimmten Artikel zu schreiben. Nen Beispiel? Bitte schön: „Ich geh jetzt nen Bier trinken.“

Gemerkt? „Nen“ ist die Abkürzung von „einen“. Man spart sich also eine halbe Sekunde beim Tippen, wenn man das Ei weglässt. Aber wo ist dieser Zeit-Vorteil, wenn man „nen“ statt „ein“ schreibt? Es heißt schließlich nicht „einen Beispiel“ oder „einen Bier“, sondern „ein Beispiel“ und „ein Bier“. „Nen“ kann also keine Abkürzung von „ein“ sein. Man tippt ja sogar genauso viele Buchstaben, aber sogar recht intelligent wirkende Menschen schreiben so „nen“ gequirlte Sch … weinerei.

Beim Sprechen sagt man nicht „ich geh jetzt nen Bier trinken“, sondern „ich geh jetz’n Bier trinken“. Es kann also auch nicht der Versuch sein, einfach so zu schreiben wie man spricht. Ich komme einfach nicht dahinter …

Genauso schlimm finde ich, dass viele Kinder nicht mehr „ich“ sagen können, sondern „isch“ sagen. Ich weiß nicht, soll das lustig sein? Veralberung der Sprechweise von „Mitbürgern mit Migrationshintergrund“? „Ey, isch ramm dir nen Messer in den Wanst!“ RTL-Sprache? Könnte glatt sein, wenn man den „Doku“-Sendungen glaubt, die dort laufen.

Aber Mensch, es können doch nicht alle so dumm sein!? Oder doch? Und ich sehe das einfach nur zu eng?

PISA lässt grüßen

Freitag, Juni 12th, 2009

Beim Auktionshaus Hood verkaufte ein Schüler einen großen Teil seiner Bücher. Eigentlich hätte er sie wohl lieber behalten sollen. Andererseits hat es ihm auch nichts genützt, denn er konnte nicht mal korrekt abschreiben!

Rechtsschreibung ...

Und Deppenleerzeichen hat er auch gleich noch eingebaut.

Dasselbe Problem mit der „Rechtsschreibung“ hat man auch beim Onlinehändler Am*z*n:

Rechtsschreibung ...

Zwei weitere Fundstücke von Willy Mahler. Vielen Dank!

Kompetenz macht Sinn!

Freitag, Juni 12th, 2009

Ext. Link >Hier gibt es ein nettes Angebot zum Thema „Rechtsschreibung“:

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Im Klartext (das Bild wird im Blog etwas abgeschnitten) lautet der Kleinanzeigentext:

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Tipp | 13.09.2008 | 11:17 Uhr
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Willy Mahler sandte dieses Fundstück ein und war – wie auch ich nach dem Lesen – begeistert, dass alles von „kompetenten Partnern“ stammt und „redaktionell geprüft“ wird.