Archiv der Kategorie Film + Fernsehen

Vorsicht, Ölfilm!

Manchmal wundert man sich doch sehr stark, nach welchen Kriterien die Oscars vergeben werden, besonders, wenn man sich durch einen zweieinhalbstündigen Film quälen muss, den man gut und gerne in eineinhalb Stunden hätte unterbringen können.

Es geht um den Film Ext. Link „The Will Be Blood“.

Zuerst mal zur Musik: Im Wikipedia-Eintrag steht zu lesen, dass „das avantgardistische Musikkonzept von Komponist Jonny Greenwood“ viel Lob erhielt. Mich hat die Musik genervt. Teilweise hörte es sich nach Orchester-Warmspielen und Instrumente-Stimmen an. Dazu kommt, daß in der ersten halben Stunde so gut wie nichts gesprochen wird.

Für das Fortschreiten der Handlung des Films und die Charakterisierung der Person des „Ölmannes“ ist eigentlich sogar die ganze erste Stunde ziemlich unwichtig und könnte in gut zehn Minuten komprimiert werden. Ich könnte wohl tatsächlich einen „Viewer’s Cut“ anbieten, der eine bessere Musik hätte und nur 90 Minuten lang ist, ohne dass vom Film etwas Wesentliches verloren geht.

Daniel Day-Lewis’ schauspielerische Qualitäten sind wirklich ausgezeichnet, aber der Film an sich ist in meinen Augen total überbewertet. Ohne Day-Lewis hätte ich den Film wahrscheinlich abgeschaltet, aber ich wollte wissen, wie die Figur niedergeht.

Übrigens bemängele ich, dass hier wieder einmal kein deutscher Titel gefunden wurde. „There will be blood“ stammt aus der Bibel (Exodus 7,19), und die deutsche Standard-Bibel-Übersetzung der Textpassage (Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke deine Hand aus über die Wasser in Ägypten, über ihre Bäche und Ströme und Seen und über alle Wassersümpfe, daß sie Blut werden; und es sei Blut in ganz Ägyptenland, in hölzernen und in steinernen Gefäßen.) klingt irgendwie sehr geschwollen. (Die Bibel bräuchte wohl mal wieder eine zeitgemäßere Interpretation!)

Warum traute sich bloß niemand, „Es wird Blut fließen“ als deutschen Titel zu wählen?

Morgenmagazin

Eigentlich wollte ich gerade etwas über die Qualität des ZDF-Morgenmagazins schreiben, das mich die ganze letzte Woche genervt hat, als ich - noch immer grippekrank - die meiste Zeit auf dem Sofa verbrachte.

Ich fand aber im Netz einen Artikel, dem man beinahe nichts hinzufügen muß:
Ext. Link Ein zerstrittenes Paar und ein nicht allzu komischer Vogel

In Ergänzung dieses Artikels möchte ich aber noch etwas dazu sagen.
Den Rest des Eintrags lesen »

Astrologie im Fernsehen

Tja, ich schaue gerade Folge 7 von Ext. Link Fernsehkritik.TV, genauer gesagt einen Beitrag über Astro-TV (25:45). Auf dem Sender läuft eine Sendung mit Andrea Hartmann mit ihrem „hellsichtigen RundumBlick“ (kein schöner Rechtschreibfehler).

Also zunächst finde ich daran ja am witzigsten, daß diese hellgesichtige, äh, hellsichtige Frau nicht schon vorher weiß, daß drei Sekunden vor Ende des Rückzählens (neudeutsch Countdown genannt) eine Anruferin zu ihr durchgestellt werden wird, so nach und nach ein wenig aufgeregt tut und schließlich ganz überrascht ist, und dann fragt sie „Jasmin“ auch noch nach ihrem Alter! Wofür bekommt diese Frau denn ihr Geld? Dafür konnte sie der Anruferin dann aber wenigstens in Sekundenschnelle erklären, wie ihr Leben in den nächsten zwei Jahren aussehen wird.

Naja, wie sagt der Moderator von Fernsehkritik.tv? Öfter mal abschalten. Das tue ich auch immer häufiger.

Fernsehkritik

Ich habe vor ein paar Tagen die Seite Ext. Link Fernsehkritik.TV entdeckt.

Wirklich klasse gemacht, treffend beobachtet, bissige Kommentare, ziemlich nach meinem Geschmack. Man könnte technisch etwas verbessern, was den Ton betrifft, außerdem könnten die Jingles etwas gekürzt werden, aber das betrifft ja höchstens die B-Note, als A-Note gibt es für die ersten Eindrücke die 9,9!

Ich bin gerade dabei, mir die Folgen von Beginn an nach und nach anzusehen. Besonders nn Folge 3 gefällt mir, wie die Gewinnspielsendungen, unter anderem auf 9Live (hier setze ich bewußt mal KEINEN Link!) zu sehen, beschrieben werden.

Man sieht mal deutlich, wie unglaublich die „Lösungen“ der „Gewinnspiele“ sind, nämlich so, daß nicht mal die „Moderatoren“ und „Moderatorinnen“ sie nachvollziehen können! (Die Wörter schreibe ich deshalb in Anführungszeichen, weil ich etwas anderes darunter verstehe als das, was die Sender damt bezeichnen.)

Außerdem wird ein Vergleich von Stimmen unterschiedlicher (!) Anrufer gemacht, verbunden mit der Frage, warum sie sich doch so ähnlich anhören.

Und in Folge 4 wird der Sender „1-2-3.tv“ vorgestellt und mehrere Gründe genannt, warum man dort nicht anrufen sollte!

GPS oder GPS?

Gerade läuft das „ARD-Mittagsmagazin“, und in einem Bericht wurde (wieder einmal) „Dschi Pi Ess“ gesagt. Warum? Es läßt sich exzellent mit „Globales Positionierungs-System“ benennen, also kann man - sogar ohne Änderung der Schreibweise der englischen Abkürzung des „Global Positioning System“ - ganz einfach „Ge Pe Ess“ sagen! Aber Denglisch ist ja stylisch!