Archive for the ‘Denglisch’ Category

Sprachfehler (17)

Samstag, Juli 25th, 2015

F*cking unbelievable! Oder doch besser: Einfach unglaublich.

Gerade sehe ich einen sehr interessanten Film: „No Turning Back“ Tom Hardy spielt den Bauunternehmer Ivan Locke. Der Nachname „Locke“ ist übrigens der Originaltitel.

Why the fuck, äh, warum zum Teufel wird dieser Film in Deutschland mit dem englischen „No Turning Back“ betitelt? Es trifft zwar zu, dass Ivan Locke für sich entschieden hat, dass es kein Zurück für ihn gibt. Aber warum wird hier schon wieder ein englischer Titel für die deutsche Fassung eines Films gewählt, der mit dem englischen Originaltitel gar nichts zu tun hat?

Warum wird „Tomorrowland“ (Morgen-Land) zu „A World Beyond“ (Eine Welt im … Jenseits(?))?

Warum „Unfriended“ (Entfreundet) zu „Unknown User“ (Unbekannter Nutzer)?

„Chef“ (Chefkoch) wird auf Deutsch „Kiss the Cook“ (Küss den Koch).

„Hot Pursuit“ (Heiße Verfolgung) wird zu „Miss Bodyguard“.

„She’s funny that way“ (Sie ist auf diese Art lustig) trägt den „deutschen“ Titel: „Broadway Therapy“. („Broadway-Therapie“ wäre ja beinahe tolerierbar!)

Selbst der dänisch-deutsche Film „Mænd & høns“ wird zu „Men and Chicken“ statt zu „Männer und Hühner“.

Der „lustigste“ Film aus der Reihe „denglische Umbetitelung“ ist meiner Meinung nach der „deutsche“ Titel „96 Hours“ für den französischen Film „Taken“ mit Liam Neeson 🙂

Und zum Schluss der Titelaufzählungen: warum betitelt der Deutsche Wim Wenders seinen Film „Every Thing Will Be Fine“ (ok, der Film wurde auf Englisch gedreht) und schreibt „everything“ (alles) mit Deppenleerzeichen? Oder meint er wirklich „jedes (einzelne) Ding“.

Für diejenigen, die es noch nicht wissen: Ich sehe mir englischsprachige Filme und Serien mittlerweile nur noch im Originalton an. Ich liebe die englische Sprache. Aber wenn, dann doch bitte erstens englische Filmtitel nur im englischsprachigen Raum und zweitens richtig!

Abfinden könnte ich mich mit dem Originaltitel in Verbindung mit einem deutschen Untertitel. Beim eingangs erwähnten Film hieße das dann also „Locke – Keine Umkehr“.

Aber ich fürchte beim Verdenglischen von Filmtiteln gibt es „No Turning Back“.

Ich muss mal dem SPIEGEL den Spiegel vorhalten …

Samstag, September 7th, 2013

Im SPIEGEL 33/2013 steht unter „Personalien“:

Spiegel 33/13 Personalien: Volker's Aktiv Apfel

Da macht man sich also um die Kapostrophen-Präferenzen eines Politikers lustig, wobei übersehen wird, dass „Aktiv Apfel“ auch sprachlicher Schwachsinn ist, weil da zumindest ein Bindestrich fehlt. Und selbst dann wäre es noch blödsinnig. Werbe-Deutsch eben …

Aber man lehnt sich beim Spiegel ganz schön weit aus dem Fenster! Und wäre der Papiermüll nicht diese Woche abgeholt worden, hätte ich den SPIEGEL 32/2013 gerne noch mal durchgeblättert, denn darin stand die Übersetzung einer zitierten Rede aus dem Amerikanischen, und es wurde (wieder einmal) aus „I realised“ ein „ich realisierte“, anstatt es korrekt mit „ich bemerkte“ zu übersetzen. Der Zusammenhang war auch noch total übel, und ich bemühe mich, diesen SPIEGEL noch mal zu bekommen, um es belegen zu können.

Ganz schlimm wäre es, wenn jemand schriebe: „Ich realisierte die Morde an tausenden Leuten.“ womit dann ja gemeint wäre, dass er selbst die Morde verwirklicht hätte, denn das ist im Deutschen die Bedeutung von „realisieren“. „Ich bemerkte die Morde an tausenden Leuten.“ wäre dagegen der eigentliche Sinn und die einzig korrekte Übersetzung!

Apropos Sinn: Auch im SPIEGEL wird gelegentlich „Sinn gemacht“. Für mich ergibt das aber gar keinen Sinn. Denn etwas kann nur Sinn haben oder Sinn ergeben. Im Deutschen wird Sinn einfach nicht gemacht!

Des Weiteren wird – auch im SPIEGEL – schon seit mehreren Jahren oft „die Obama-Administration“ (oder davor „die Bush-Administration“) „übersetzt“, was falsch ist, weil es „die Regierung“ und nicht „die Administration“ heißt!

All das hat der SPIEGEL seinen Autoren sehr oft durchgehen lassen. Man sollte SPIEGEL-„Zwiebelfisch“ Bastian Sick vielleicht nicht immer auf Tour gehen, sondern besser den SPIEGEL korrekturlesen lassen, bevor schlechtes Deutsch auf die Leser losgelassen wird, über das man sich selbst nun lustig macht, wenn es von einem „konservativen Politiker“ kommt!

Deutsch to go

Montag, April 25th, 2011

In Westerholt im Café am Kreisel, sieht man, aus Richtung Aurich kommend, im Fenster dies hier:

Kaffee to go

Also entweder heißt es „coffee to go“ oder „Kaffee zum Mitnehmen“. So ein Gewurste zweier Sprachen ist absolut stillos!

(Entschuldigung für die schlechte Bildqualität, ich bin froh, dass ich das während der Fahrt überhaupt getroffen habe! 😉

Immer open für Neues

Donnerstag, März 24th, 2011

Fahrschule Kunze in Westerholt hat dieses „tolle“ Schild vor der Tür:

Fahrschule Kunze - open

Ich frage mich jedes Mal im Vorbeifahren, was denjenigen, der das Schild entworfen hat, wohl dazu bewegt hat!?! Wenn die Fahrschule „open“ ist, dann sollte auch „all classes“ darauf stehen und die Fahrschule wenigstens driving school heißen.

Oder soll es einfach plattdeutsch sein? Dann wiederum wäre der Rest auf Hochdeutsch immer noch flacsh!

Nun, wir werden es nie erfahren, aber es ist wohl einfach nur reinstes Denglisch. Und in Zukunft werde ich hier weniger auf Apostrophen rumreiten, sondern viel mehr Anglizismen wie diesen hier anprangern. Ich liebe Englisch, aber nicht auf Deutsch! 🙂

Wenn dem Schilderkleber das Wort „geöffnet“ zu lang erschien und er stattdessen „open“ schrieb, hätte er es mit „offen“ probieren sollen. Da zwei f beinahe genauso schmal sind, wie ein dickes p, sähe das Schild gleich viel besser aus!

Fahrschule Kunze - offen

(OK, das war jetzt wirklich nur ein 10-Sekunden-Schnellschuss 😉

Kompetenz macht Sinn!

Freitag, Juni 12th, 2009

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