Archive for Juli, 2013

Werbung <> Sonderangebot

Sonntag, Juli 21st, 2013

Es ist seit einigen Jahren so, und während früher meistens Sonderangebote besonders beworben wurden, ist es mittlerweile ganz anders. Man liest die Zeitungsbeilage und denkt sich: „Das ist doch gar kein Angebot!“ Und hier ist das Beweisfoto.

Einsteckschilder im Edeka-Geschäft

Über den Einstecker mit dem Normalpreis wird einfach eine Einsteckkarte gesteckt mit Hinweis „Aus der Werbung“, so dass man den „anderen“ Preis nicht sieht. (Für das Foto habe ich die zweite Karte hochgezogen.) Und der Kunde denkt, er würde das Produkt günstiger bekommen. Merke: Besonders beworbene Preise sind längst keine Sonderangebote mehr!

Shake shake shake, shake shake shake, shake your… camera

Samstag, Juli 13th, 2013

Ich sehe gerade zdf.info, „das Programm zum Mitreden“ Na, dann rede ich mal mit 🙂

Beim „WISO Duell XXL: Burger King gegen McDonalds“ wird mir richtig übel. Jetzt nicht wegen der Fast-Food-Restaurants, ich gebe sogar zu, dass ich gelegentlich dort esse. Nein, es kommt von der Kameraführung.

Es scheint, als gäbe es heutzutage in jeder Reportage nur noch dauerndes Kameragewackel, ständiges Rein- und Rauszoomen, Filmen von Interviewpartnern versteckt aus dem Hintergrund, bevor sie direkt vor der Kamera stehen, und ständiges Gespiele am Schärferegler.

Das kann echt nicht sein. Jeder Hobbyfilmer kann das besser! Das sieht schlimmer aus als mein Rohmaterial, nein, sogar so, als wäre einige Male aus Versehen die Kamera angeblieben, und eben diese Aufnahmen wurden verwendet.

Das sind Testaufnahmen, und noch schlimmer, es wird spätestens alle 10 Sekunden einmal geschnitten. Dazu kommt, dass die Hintergrundmusik erstens unpassend ist, zweitens werden auch hier höchstens 20 Sekunden pro Song gespielt, meistens Songs mit markantem Instrumentalteil, quer durch fast alle Stilrichtungen.

Bei der Polizeiserie „NYPD Blue“ fing alles an, da wurde das Kameragewackel noch als richtungsweisend und authentisch wirkend beschrieben, weil der Zuschauer praktisch direkt am Geschehen teilnimmt.

Das war ein Fehler! In mehrfacher Hinsicht. Erstens, weil es seitdem immer schlimmer wurde, und zweitens, weil das gar nicht stimmt.

Ich stehe schließlich nicht in einem Labor, und hibbele während der Unterhaltung mit dem Laboranten ständig von rechts nach links, von unten nach oben herum, mal näher heran, mal weiter weg. Und meine Augen wechseln auch nicht ständig die Schärfe.

Ich stelle gerade fest, warum ich immer weniger fernsehe, wenn sogar die öffentlich-rechtlichen Programme nur noch solchen Mist machen!