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aufpASSEn!

Dienstag, Dezember 14th, 2010

Ich bin froh, dass ich seit drei Jahren nicht mehr zwischen dem „Versuchslager“ Asse und dem Schacht Konrad wohne!

Ich war zirka 1983 zu einer Besichtigung im Salzbergwerk Asse. Uns haben sie erklärt, dass sie dort versuchsweise schwachradioaktiven Müll die Abkipphalde runterkippen und mittelradioaktiver Krankenhausmüll wird in Fässern gestapelt oder aber in eine Kaverne abgeseilt.

Abkipphalde:
Abkipphalde schwachradioaktiver Müll

gestapelte Atommüllfässer:
Radioaktiver Müll gestapelt

„Durch den Salzstock fließt natürlich KEIN Wasser! Er bewegte sich überhaupt nicht! Er ist sicher für 100000 Jahre! Der verstrahlte Müll wird niemals Kontakt zum Grundwasser haben!“

Die ersten drei damaligen Aussagen der Betreiber sind eindeutige Lügen. Und wenn die vierte Aussage wahr wird, dann wird die gesamte nordeuropäische Wasserebene davon etwas haben!

In den Achtzigern war nachts einmal ein Zug bei Mönchevahlberg entgleist. Feuerwehr, THW, Polizei, etc. waren vor Ort, und die Straße war weiträumig abgesperrt. Es wurde gesagt, dies wäre ein harmloser Bahnunfall, wie er immer mal wieder vorkommen könne, und man hatte gleich eine Katastrophenschutzübung daraus gemacht. War das wirklich bloß eine Übung?

Eindeutig nachgewiesene Lügen sind:
1. „Es läuft kein Wasser in den Salzstock.“ Seit den 1980er Jahren laufen 10 Kubikmeter Wasser pro Tag (!) in den Salzstock, dieses Wasser muss abgepumpt und mit Tankwagen abtransportiert werden.

2. „Der Salzstock ist stabil und bewegt sich nicht. Er ist sicher für 100000 Jahre.“ Wir können froh sein, wenn er die nächsten 100 Jahre durchhält! Es wurde Anfang dieses Jahres ein Foto eines massiven H-Stahlträgers gezeigt, der verbogen war! So etwas schafft nur ein Gebirge (auch, wenn die Asse nur ein kleines Gebirge ist), dass mit tausenden Tonnen Druck auf einen Stahlträger drückt.

3. „Es wurde nur mittel- und schwachradioaktiver Krankenhausmüll eingelagert.“ Es wurde sogar hochgiftiger Atommüll eingelagert, desweiteren Tierkadaver, etc.!

4. „Es ist nur eine Versuchsanlage.“ Es konnte von vornherein gar keine Versuchsanlage sein, da gar nicht daran gedacht wurde, dass man die Fässer auch wieder bergen muss. Und dafür hat man immer noch keine Lösung gefunden!

5. „Es gibt keinen Kontakt von Wasser und radioaktivem Material.“ Nun, dazu sage ich mal nichts, ich gebe Euch einen Link zu T-Online. Acht Liter kontaminierte Lauge pro Tag!

Es ist eine unverschämte Sauerei, was in der Asse so abläuft!