KuriosRechtSchreiBung

Mein Netzfundstück des Jahres, und dabei ist das Jahr ja noch nicht mal halb rum, ist jetzt schon der Internetauftritt unter Ext. Link www.wirtschaftsbotschafter.com.

Es ist Java zum Anzeigen der Seite erforderlich, deshalb hier mal ein Ausschnitt für diejenigen, die Java für fremde Webseiten nicht erlauben:

www.wirtschaftsbotschafter.com

Nicht schlimm genug, daß die Seite Java erfordert, um überhaupt dargestellt zu werden, was lächerlich ist, denn es gibt keinen einzigen einleuchtenden Grund, warum man Java für eine einfache Webseite verwenden muß, denn das kann man alles mit CSS darstellen!

Außerdem ist das ganze auch noch total schlecht umgesetzt, so daß die Funktionalität darunter nur leidet. Links sind nicht anklickbar, es wird ein Scrollbalken eingeblendet, aber der untere Pfeil am Ende des Balkens fehlt, und an einer Stelle füllt der Balken den gesamten rechten Rand aus, erscheint also sinnlos. Eine Karte mit Regionalbereichen führt zwar schön alle Bundesländer auf, aber es ist nichts anklickbar, es gibt also keine weiteren Informationen dahinter.

Richtig kurios ist aber die Rechtschreibung: Zusammengesetzte Nomen werden dort beinahe grundsätzlich mit Binnengroßschreibung geschrieben.

Dabei ensteht dann so etwas wie „TrinkWasserQualität“, „ExistenzGründer“ und „UnterNehmerHaftung“. Aber „etwas sinnvolles“ wird falsch geschrieben, korrekt ist nämlich „etwas Sinnvolles“. So etwas Einfaches weiß doch jedes Kind!

Es geht allerdings noch besser: Unter „StellenAngebote“ findet man im April 2009 (ungelogen!) einen „TeleInterNetArbeitsPlatz (TIAP)“.

Wenn diese Form der RechtSchreiBung sich durchsetzt, schreiben wir in Zukunft auf „ErdBeerKuchen mit SchlagSahne und MilchKaffee“.

Übrigens: Hat schon mal jemand so ein Konstrukt gesehen? „InterNetScout/in“

Ich finde es ja schon furchtbar, wenn eine „nicht diskriminierende“ Form statt durch Nennung bei der Formen durch das Anhängen von /in gebildet wird, was besonders häufig eben bei Stellenausschreibungen zu finden ist. Unendlich lächerlich wird’s, wenn ein englischer Begriff plötzlich so eingedeutscht wird, wie es gar nicht möglich ist.

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