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Zu Risiken und Nebenwirkungen … sehen Sie doch zu, wie Sie zurecht kommen!
Mein Sohn (4) ist das erste Jahr im Kindergarten, und da nimmt er beinahe jeden Infekt mit, den er kriegen kann, da sein Immunsystem bisher noch keinen Kontakt zu den diversen Erregern hatte, und gegen Erkältungsviren gibt es bekanntlich noch keine Impfung.
Nachdem er dieselbe Grippe wie ich hatte (die ich allerdings immer noch nicht ganz ausgestanden habe) und gerade mal eine Woche im Kindergarten war, hat er schon wieder einen Husten bekommen, wie er gräßlicher nicht sein kann. Er hustete gestern praktisch die ganze Nacht über, und als meine Frau vorhin mit ihm beim Arzt war, diagnostizierte der bloß: “Naja, ist ja nichts Schlimmes.”
Meine Frau wies den Arzt gleich darauf hin, daß mein Sohn immer Bauchschmerzen bekommt, wenn er einen Hustensaft nimmt, der
Sorbitol enthält. Also sagte der Arzt, daß er einen ohne Sorbitol verschreiben würde.
In der Apotheke mußte meine Frau dann aber feststellen, daß auch der andere Hustensaft Sorbitol enthält. Na toll!
Also fragte meine Frau die Apothekenhelferin, welcher Hustensaft denn kein Sorbitol enthält, worauf diese bloß reflexartig entgegnete: “Wir können den Hustensaft auf dem Rezept aber nicht einfach gegen einen anderen austauschen!”
Meine Frau: “Das weiß ich auch, und das wollte ich auch nicht, aber ich möchte das nächste Mal einen Hustensaft ohne Sorbitol, weil mein Sohn wahrscheinlich sehr empfindlich darauf reagiert, das steht ja auch auf jedem Beipackzettel als mögliche Nebenwirkung!”
Die Apothekenhelferin zu ihrer Chefin: “Die Kundin möchte einen Hustensaft ohne Sorbitol, wo muß ich denn da nachsehen?”
Chefin, am Computer irgendetwas zeigend: “Da müssen sie mal hier und da und dort nachschauen.”
Die Apothekenhelferlein blätterte genervt im Computer und las und blätterte: “Tja, mmh, äh, das kann jetzt aber schon etwas dauern.” Wahrscheinlich erwartete das Helferlein, daß meine Frau keine Zeit hat und einfach aufgibt, aber meine Frau sagte einfach: “Kein Problem.”
Das Helferlein wurde schließlich immer ungeduldiger und genervter und nannte ihr dann zu guter Letzt schließlich doch noch einen Produktnamen.
Meine Frau bedankte sich trotz des schlechten Services freundlich und beschloß, in diese Apotheke nie wieder einen Fuß zu setzen!
Wie heißt doch der Pflichtspruch in der Werbung? “Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.”
Jaaaa, wenn das mal so einfach wäre. Man kann ja nicht vorab die Packungsbeilage lesen! Also befragt man zuerst den Arzt. Und wenn der sich vertut, steht man dumm da.
Und wenn der Apotheker, der sich mit so etwas auskennen und noch besser nachlesen können sollte, nicht kompetent genug ist, eine Beratung durchzuführen und stattdessen sein Helferlein rat- und hilflos mit dem Kunden allein läßt, dann frage ich mich, weshalb so ein Aufstand gemacht wurde, weil angeblich Online-Apotheke keine Beratung durchführen können, wie sie für den Apotheker vor Ort Pflicht ist!
So oder so ähnlich wurde gegen die Zulassung von Online-Apotheken argumentiert. Allerdings wurde oft genug in Tests bewiesen, und die heutige Erfahrung unterstreicht das erneut, daß die Beratung von Online-Apotheken oft sehr viel gründlicher erfolgte und per E-Mail auf mögliche Wechselwirkungen zweier Medikamente auf einem Rezept hingewiesen wurde, während in der Apotheke um die Ecke sogar schon mal einfach vergessen wurde, zu sagen, daß es lebensgefährlich sein könnte, Medikament A mit Medikament B zusammen einzunehmen!
Hinweis: Im Gegensatz zu der oben beschriebenen Apotheke leistet die Apotheke Dornum ausgezeichneten Service. Dort wurde ich nämlich schon bei diversen Medikamenten auf mögliche Wechselwirkungen und spezielle Einnahmehinweise aufmerksam gemacht. Da ist der Service so, wie er sein soll!