Hühner(fett)suppe

Ich schrieb ja schon mal über die Kreativ-Abteilung der Firma Knorr. Und es ist immer noch nicht besser geworden, heißt es doch jetzt auf der Homepage und auf den Packungen „Piraten Suppe“, „Erbsen Suppe“, „Spargelcreme Suppe“, und ein Spruch lautet „Feiern Sie Ihre Suppen Party“. Naja, lernresistent und weiterhin sehr kreativ in Sachen falscher Rechtschreibung …

Weshalb ich eigentlich etwas zur Hühnersuppe schreibe: Mich hat es erwischt, 39,4°C Körpertemperatur sind ein wenig zu hoch, Kopf- und Gliederschmerzen (wie man so schön in einem Werbespot sagt), Husten, Schnupfen, Halsweh, also kurzum das volle Erkältungsprogramm …

Meine Frau war so lieb, mir eine Hühnersuppe mitzubringen, denn Ext. Link Hühnersuppe ist gut gegen Erkältung.

Allerdings wurde ich bei der Suppe mißtrauisch, da ich kurz zuvor alle anderen Sachen noch recht gut schmecken konnte, aber bei der Suppe war der Geschmack plötzlich weg. Also las ich mir mal die Zutatenliste durch: 76% Hartweizengrießteigwaren, jodiertes Speisesalz, Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat, Dinatriuminosinat, Dinatriumguanylat), Hefeextrakt, Aroma (mit Ei), Hühnerfett, Gemüse (Sellerie, Lauch, Karotten, Tomaten, Zwiebeln), Stärke, Kräuter, Curcuma, Molkenerzeugnis.

Aha! Es sind mehr Geschmacksverstärker und Aroma enthalten als Bestandteile von einem Huhn! Mononatriumglutamat steht im Verdacht Ext. Link gesundheitsschädlich zu sein. Selbst wenn man über den Verdacht hinwegsieht, ist es ein Inhaltsstoff, der dem Körper nur vorgaukelt, daß Fleisch in der Nahrung enthalten sei. Man könnte natürlich auch einfach auf die Idee kommen, stattdessen echtes Fleisch hineintun!

Sieht man nämlich mal tolerant über dieses Zeug hinweg, ist in dieser Suppe das einzige, was vom Huhn stammt, Fett!

Meine Frau war beim Einkauf übrigens in Eile und hat deshalb die Zutatenliste nicht gelesen, denn normalerweise hätte sie beim Einkauf so ein Zeug nicht in den Wagen gepackt.

5 Antworten auf “Hühner(fett)suppe”

  1. Hallveig sagt:

    Moin!
    *handreich* aus dem Lazarett Hedendorf ;-) Wir haben den Infekt auch.

    Zum Thema “Hühnersuppe”: so etwas wird bei uns ausschließlich frisch und traditionell gekocht… also: Huhn, Gemüse, Nudeln oder Reis.

    Es ist doch bekannt, dass diese ganzen Fertig-Suppen, Fertigsaucen, M***i-F*x- und K***r-F*x-Tüten für allerlei Essenszubereitungen überwiegend aus Salz, Glutamat, etc. etc, bestehen, es steht doch auf jeder Packung! Seit Jahrzehnten! Und: Fett ist ebenfalls ein Geschmacksverstärker.
    Wenn man sich dann noch bewusst ist, dass Glutamat allerlei Synonyme hat (”Hefeextrakt” ist eines davon) und sogar als “natürliche Zutat” betitelt werden darf, führt der entrüstete Gang unweigerlich in die Gemüse- und Frischeabteilungen.

    Dass diese Zutaten süchtig und krank machen, ist hinlänglich bekannt; wer süchtig ist, isst mehr, was die Verkaufszahlen ungemein steigern sollte…

    Ich bin immer wieder erschrocken, wenn ich sehe, was die Frauen so auf die Laufbänder packen… F*X-Tüten in rauhen Mengen. Schon die Kinder werden süchtig gemacht.

    Unwissenheit? Bequemlichkeit? Sucht?
    Vermutlich trifft alles zu.

    Wer Zeitmangel vorschiebt, dem sei gesagt, dass es vom Zeitaufwand her manchmal durchaus kein großer Unterschied ist, frisch zu kochen.
    Und wenn es doch mal 1,5 Stunden kostet (wie bei einer guten Hühnersuppe), dann kocht man eben einen Kompanietopf voll und dann spart man sich am nächsten Tag das Kochen!
    Übrigens: während es auf dem Herd brodelt, kann man locker andere Dinge machen; die die Zeit geht ja nicht nur für das Kochen drauf ;-)

  2. michael sagt:

    Normalerweise greifen wir auch nicht zu Fertigfutter, und wenn doch mal, achten wir wenigstens auf die Inhaltsstoffe. Aber meine Frau hatte auch schon Fieber, hat deshalb beim Einkaufen nicht richtig auf die Zutaten gesehen, und keiner von uns konnte lange in der Küche stehen.

    Da wir selbst sparsam mit Gewürzen umgehen und Geschmacksverstärker natürlich gar nicht benutzen, schmeckt uns das meiste Fertigzeug sowieso nicht. Und wenn es gelegentlich abends mal so spät wird, daß praktisch nur noch Fast Food übrig bleibt, nehmen wir lieber etwas, was wir selbst vorgekocht und dann eingefroren haben.

  3. Hallveig sagt:

    Das Schlimme ist ja, dass Geschmacksverstärker viele Alias-Namen haben… man erkennt das ganze Ausmaß teilweise gar nicht mehr…

  4. Georg sagt:

    das stimmt, dass man geschmacksverstärker kaum erkennt, hier sollte die regierung schnell mal ein gesetzt zur kennzeichnung verabschieden. bzw. sollten die hersteller da auch mal in eigenem interesse was dran tun. hier gibt es einige suppen und man bekommt auch viele infos zu den inhalten und nährwerten: http://www.*****.de/cms/Suppen/120.php. sind zwar nicht alle ohne geschmacksverstärker, aber zumindest steht dann dran: Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat*…
    *) Herstellungsbasis: natürliche Nahrungsmittel, z. B. Zuckerrübe, Mais

  5. michael sagt:

    Hallo Georg, vielen Dank für den Beitrag, aber “Werbung”, auch wenn gut gemeint, möchte ich hier nicht zulassen …

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