Archive for November, 2008

Real-Satire?

Mittwoch, November 26th, 2008

Naja, es geht gar nicht um einen Prospekt von Real,- sondern von Netto (PDF 533kB). (Merken: „Kalauer der Woche“ abhaken.)

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Spendierhosen?

Mittwoch, November 26th, 2008

Am 22.11.2008 im „Ostfriesischen Kurier“:

552 Millionen Euro für den Neuaufbau des Berliner Stadtschloßes

Die Kosten betragen also nur schlappe 552 Millionen! Jedenfalls nach heutiger Schätzung. Könnte nach Abschluß der Arbeiten im Jahre 2013 natürlich auch 1 Milliarde werden. Aber selbst wenn man im Rahmen bleibt, ist das reichlich Geld. Jedenfalls, wenn man bedenkt, wie viele Schulbücher man damit bezahlen könnte! Aber Bildung ist ja nur sekundär. Repräsentation ist doch schließlich wichtiger!

Wenigstens macht man in Berlin nicht den Fehler wie in Braunschweig, wo das Schloß nur als Fassade vom Ext. Link ECE aufgebaut wurde. Und da hat die Stadt sogar die gesamte Infrastruktur geschaffen, ECE den Stadtpark geschenkt, dafür, daß sie die Fassade finanzieren, und nun weist man mit Schildern auch noch auf das „Schloß“ hin, das ja aber quasi nur als Attrape vor einem Riesen-Einkaufszentrum steht!

Nunja. Irgendwie bin ich wohl nicht schlau genug, um den Gedanken der Politiker zu folgen, warum man denn unbedingt das Schloß für viel Geld aufbauen muß oder warum man überhaupt für viel Geld von Bonn nach Berlin umziehen mußte (Warum muß denn die Regierung in der Hauptstadt sitzen?), während viele Eltern schon nicht genug Geld haben, um ihren Kindern die teuren SchulHEFTE zu kaufen und man ihnen dann auch noch die Bücherkosten wieder aufs Auge drückt!

Peinlich, peinlich, Herr Sick!

Sonntag, November 16th, 2008

Am 13.11.2008 gab es einen Themenabend auf Ext. Link 3.sat. Der mit seinen Büchern sehr erfolgreiche Bastian Sick, Schreiber der Kolumne Ext. Link Zwiebelfisch auf „Spiegel Online“, wurde mit seinem ebenso erfolgreichen Live-Programm „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ gezeigt.

Für meinen Geschmack war es zwar halbwegs unterhaltsam, und ich habe auch noch zwei Sachen wiedererlernt, aber im Prinzip trägt er vielfach nur das vor, was ihm andere Leute per E-Mail zusenden, und verdient damit Geld. In dem für mich sehr enttäuschenden Buch „Happy Aua“ werden sogar ausschließlich von seinen Lesern eingesandte Fotos abgedruckt. Wäre nicht schlecht, wenn ich mit meinen Exponaten Geld verdienen könnte, die sind wenigstens zum größten Teil selbst fotografiert. Gut, meine Deutschkenntnisse sind leider nur etwas überdurchschnittlich, daher tauge ich nicht so sehr als Lehrer.

Wenigstens habe ich durch diese Sendung gelernt, daß es nicht „Ich habe gewunken“ heißt, sondern „Ich habe gewinkt“, weil „winken“ ein regelmäßiges Verb ist. Man sagt ja auch nicht „Ich wank ihm nach“. Logisch!

Und „wohlgesonnen“ gibt es auch nicht, auch wenn ich das bisher für korrekt hielt, sondern es heißt „wohlgesinnt“. Es ist nämlich ein Adjektiv und kein Partizip. Partizipien werden aus Verben gebildet, es gibt aber kein Verb „wohlsinnen“.

So weit zum Thema Erwachsenen(fort)bildung bzw. -nachschulung. Aber es ist ja auch schon mehr als zwanzig Jahre her, daß ich in der Schule war, also durfte ich schon mal das ein oder andere vergessen.

Nicht vergessen habe ich allerdings, daß mit Namen zusammengesetzte Wörter mit Bindestrichen durchgekoppelt werden, so wie Hermann-Hesse-Lesung oder Rolling-Stones-Konzert.

Im Abspann der vom SWR produzierten Sendung stand aber folgendes:

Die große Bastian Sick Schau

Autsch! Das ist doch peinlich, Herr Sick.

Ich weiß natürlich, daß Sie selbst mit Sicherheit nicht für diesen Fehler verantwortlich sind. Aber für die DVD-Veröffentlichung Ihres Programms hätten Sie dann doch mal darauf achten können, daß die Bindestriche auf dem Titel nicht fehlen!
Ext. Link Die große Bastian Sick Schau DVD

Das mit der korrekten Zeichensetzung schafft doch mittlerweile sogar wieder die Firma Erasco auf ihren Suppendosenetiketten, z. B. beim „Hühner-Nudel-Topf“.